Indergand setzte sich auf der Startrunde zusammen mit Neff ab. Die Europameisterin welche gesundheitlich angeschlagen ins Rennen ging, konnte danach dem Tempo von Indergand nicht mehr folgen. Linda Indergand, welche 2010 bereits U19-Europameisterin wurde, feierte mit über zwei Minuten Vorsprung ihren ersten Weltmeistertitel.
„Es war unglaublich mit all den Zuschauern an der Strecke“ sagte Linda nach dem, Rennen. „Ich kann es kaum fassen, dass ich Weltmeisterin bin. Es ist, als würde ich zwei Meter über dem Boden schweben“, erzählte noch Indergand überglücklich nach der Zieleinfahrt.
«Träumen tut man von einem Titel, aber wenn es dann wahr wird, ist es umso schöner. Ich habe mich letztens im Training gut gefühlt, und hatte Heute Morgen sehr gute Beine. Ich konnte diesmal endlich mal wieder stark auf den Pedalen treten, was diese Saison nicht immer der Fall war. Dass ich so schnell alleine vorne sein würde, damit habe ich aber nicht gerechnet.»
Während die Innerschweizerin das Rennen bis am Ende klar dominierte, zeigte Neff trotz Ihrem Zustand ebenfalls eine beeindruckende Leistung. Bis zur letzten Runde lag die Ostschweizerin auf dem Silber-Platz. Doch die Kräfte reichten nicht bis zum Ende und Neff fiel nach einem Sturz auf den undankbaren vierten Rang zurück. Andrea Waldis belegte den sehr guten 7. Rang. Eliane Müggler und Ramona Forchini klassierten sich auf den Plätzen 24 und 25!
2. Platz für Lena Putz.
Von hinten rückt nun die Deutsche Lena Putz heran und schliesst zu Neff auf, die in der Folge auch noch die Italieriner Innerhofer ziehen lassen muss. Die Medaillen-Ambitionen sind damit begraben. «Das ist für mich keine Überraschung,“ meine sie nachher. „Ich bin nach Val di Sole krank geworden und habe mich schon vorher nicht gut gefühlt. Ich habe alles versucht, aber von Anfang an hatte ich Mühe», sagt noch Europameisterin und überlegene Seriensiegerin der Saison.
Lena Putz was so stolz wie überglücklich über ihre tolle Bilanz. „Ich war ja die Jüngste heute am Start und war mir nicht so sicher so stark fahren zu können,“ erklärte Lena bei der Presse-Konferenz. „Am Anfang des Rennens habe ich vor allem versucht mein eigener Rhythmus zu finden um dann am Ende voll fahren zu können. Ich hatte diese Taktik schon in Val di Sole gewählt und es hatte mir schon gut gepasst.“
„Die Schweizerinnen haben sofort sehr stark attackiert, es machte für mich keinen Sinn zu versuchen sie zu folgen. Am Ende konnte ich dann noch etwas drauflegen und Neff nach ihrem Sturz überholen. Es ist einfach Super hier Vize-Weltmeisterin zu werden. Ich hoffe schon dass ich weiterhin zu gut fahren werde.“
Julia Innerhofer aus Val Pusteria eroberte auch ihren erste UCI WM Medaille in Champéry. Sie gehörte seit dem Anfang des Rennens zur Spitzegruppe und spurte mit viel Energie auf dem 3. Platz. „Ich bin mit meiner Leistung wirklich sehr zufrieden, es war mein Ziel aufs Podest zu kommen, es war aber ein hartes Rennen,“ sagte die Südtirolerin nach der Preisverteilung. „Auf dieser Strecke muss man vor allem sehr konzentriert bleiben und die gute Taktik wählen. Ich hoffe es wird ein gute Woche für das ganze italienische Team werden.“
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